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So, hab jetzt endlich meine Diplomarbeit abgegeben... Einen Tag sp?ter als eigentlich geplant, weil ich im letzten Moment noch einen Fehler drin gefunden habe - dummerweise erst, nachdem ich sie schon habe binden lassen. *seufz* Naja, immerhin hab ich das ?berhaupt gefunden.

Magic am Samstag war nach dem Gl?ck der letzten Wochen diesmal eine Katastrophe. Nach gl?cklichem 2-0-Start dann ein schwubbeliges 2-3... Naja, ewig konnte das ja nicht so gl?cklich weitergehen. Eigentlich erschreckend, da? mich das so aufgeregt hat. Naja, vermutlich hab ich einfach nicht viel anderes, was mir wirklich wichtig ist, was mir wirklich etwas bedeutet. Und das ist eigentlich ganz sch?n traurig. Wirklich wahr ist es auch nicht, aber irgendwie kann ich das gerade nicht anders ausdr?cken.

Generell bin ich in den letzten ein, zwei Tagen wieder schrecklich unausgeglichen. Nach dem einen Telefonat letzte Woche ging's mir eigentlich besser, aber das scheint nur ein Strohfeuer gewesen zu sein. Gestern war ich wieder f?rchterlich aggressiv und reizbar. Ich glaube, ich w?nsche mir, manche Dinge anders sehen zu k?nnen, schaffe es aber irgendwie nicht - und da? ich das nicht schaffe, macht mir zu schaffen... Wieder mal typisch Henning - ein wandelnder Widerspruch. Das Problem ist, da? sich diese Widerspr?che nicht harmonisch ausgleichen und einen f?r beide Seiten akzeptablen Mittelweg und Kompromi? finden, sondern da? ich st?ndig zwischen beiden Extremen schwanke und mir damit das Leben zur H?lle mache. Bl?d...
6.2.06 14:09


Ja, ich werde wirklich ?lter. Stundenlang nachts aufbleiben klappt einfach nicht mehr so gut wie fr?her, das hab ich gleich 2mal am vergangenen Wochenende zu sp?ren bekommen. Generell finde ich, da? ich unwahrscheinlich alt aussehe, wenn ich das mit Leuten vergleiche, die 10 Jahre j?nger sind als ich. Klar ist das normal, aber trotzdem irgendwie auch erschreckend.

Morgen ist also Valentinstag... Genau wie Halloween scheint dieser "Festtag" jedes Jahr m?chtiger aus den USA hier her?berzuschwappen, und genau wie Halloween geht es mir ziemlich auf den Keks. Naja, Hauptsache, die Geschenke-Industrie freut sich... Aber ich geh?re ja auch aus mehreren Gr?nden nicht zur Zielgruppe. Einerseits, weil ich solo bin, und andererseits, weil ich wohl zu unromantisch f?r sowas bin. Wenn ich jemanden sehr gern habe, dann mu? ich das derjenigen Person nicht mit kitschigen kleinen Geschenken beweisen, oder? F?r mich ist da ganz viel Oberfl?chlichkeit dabei, die ich nicht nachvollziehen kann. Das soll ja nicht hei?en, da? es keine kleinen Aufmerksamkeiten geben darf, ?ber die sich der Andere freut, aber meiner Ansicht nach wird auf sowas viel zuviel Wert gelegt. Paradebeispiel sind da ohne Zweifel Liebeserkl?rungen in Talkshows. Ich werde nie begreifen, warum ein Strau? Rosen und ein abgelesenes (!!!) Gedicht in einem Fernsehstudio Grund genug sein sollte, jemandem, den man zur?ckgewiesen hat, eine zweite Chance zu geben. Entweder ich will an einer Beziehung festhalten oder nicht - da ?ndert doch so eine Geste nichts an dieser Meinung... Aber scheinbar tut es das f?r ganze viele Leute ja doch. Wieder mal einer der zahllosen Gr?nde, warum ich mich oft nicht unbedingt als normales Mitglied der menschlichen Rasse sehe, sondern mehr wie ein au?enstehender Beobachter, der sich ?ber menschliches Verhalten nur wundern kann. Irgendwie hab ich oft das Gef?hl, hier fehl am Platze zu sein.
13.2.06 22:52


Ich habe zumindest indirekt gerade mal wieder geh?rt, da? ich meine Jugend verschwendet habe. Und das stimmt ohne Zweifel auch. Fraglich nur, warum mich das so mitnimmt. Vielleicht sehne ich mich einfach nach verpa?ten Chancen oder nach ein bi?chen Normalit?t, ich wei? es nicht. Vielleicht hat es auch was damit zu tun, da? ich keine Hoffnung mehr habe. Letzte Woche hab ich n?mlich festgestellt, da? ich manchmal ganz gern wieder hoffen w?rde - und es nicht mehr kann. Irgendwie ist da nichts mehr. Naja, auch egal, ich sollte mir vielleicht ein paar bl?de Redensarten mehr zu Herzen nehmen:

Man kann nicht alles haben. (traurige Wahrheit)

Es ist nicht alles Gold, was gl?nzt. (na hoffentlich)

Da gibt's bestimmt noch tausende mehr, die mir gerade nicht einfallen. Aber immerhin hab ich momentan zum Gl?ck kein ganz so gro?es Problem mehr mit meinem Solodasein. Ich habe mal wieder einige Momente erlebt, die f?r mich einfach unvorstellbar sind, also ist es ganz gut so, wie es ist. Und wer dieses Wirrwarr aus Gedanken hier nachvollziehen kann - Respekt...
14.2.06 19:19


Das letzte Wochenende habe ich also in Dortmund verbracht, bei meinem zweiten Magic-Grand Prix. Es lief besser als gedacht, aber schlechter als erhofft. Trotzdem bin ich mit meinem 5-3 recht zufrieden, zumal ich am Anfang dachte, da? mein Deck gar nichts k?nnte. Gl?cklicherweise hab ich mich da etwas geirrt, und auch wenn es nicht zum Tag 2 gereicht hat, war das schon in Ordnung. Vielleicht werd ich ja auf meine alten Tage doch noch mal ein passabler Spieler.

Aber das WE war nicht von Magic allein gepr?gt, sondern auch von der Best?tigung eines Zitates, das ich in den letzten 20 Jahren nie vergessen habe:

"Nichts ist vergessen. Nichts wird jemals vergessen." - Herne der J?ger

W?rter wie "nichts" oder "jemals" sind in diesem Zusammenhang (genau wie "nie" oder "ewig" oder ?hnliches) nat?rlich zu absolut, aber die generelle Aussage kann ich nur best?tigen. Man kann Dinge verdr?ngen, verarbeiten, vielleicht verstehen - aber nicht vergessen. Manche Sachen werden immer so sein, wie sie sind. Und interessanterweise gilt dies insbesondere f?r Schlechtes - Schlechtes wird sehr viel seltener gut als umgekehrt. Aber weglaufen kann ich nicht, und es w?rde auch nichts helfen. Und ich glaube, da? ich mich immer noch zu wichtig nehme - zumindest scheine ich nicht so wichtig zu sein, wie ich es f?r manche Leute in manchen Situationen gerne w?re. Aber gl?cklicherweise gibt es ja auch andere F?lle, wie ich ebenfalls am Wochenende und auch heute gesehen habe.
21.2.06 02:33





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