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Oha, fast ein Jahr her, dass ich hier was geschrieben hab. Und dabei weiß ich nicht mal so genau, was ich eigentlich schreiben soll...

Ich bin bereits seit über einem halben Jahr inzwischen in Berlin, und das hat mir definitiv gut getan. Ich bin lockerer und selbstsicherer geworden, und auch, wenn ich sicher nie der selbstbewussteste Welche sein werde, so geht das vielleicht langsam mal in ein einigermaßen vernünftiges Level über. Das gelegentliche Lob vom Chef trägt sein Übriges dazu bei. Ich glaub, er hat generell eine verdammt gute Menschenkenntnis und weiß genau, dass er mich mit Samthandschuhen anpacken und hin und wieder mal loben muss, damit ich gut funktioniere. Naja, Recht hat er.

Größte positive Veränderung ist vielleicht, dass ich so langsam aber sicher meine negativen Seiten als Eigenschaften von mir akzeptiere und lerne, damit irgendwie zu leben. Schließlich kann ich auch ein bisschen was, was das vielleicht wieder ausgleicht. Klar ist diese Erkenntnis nicht gerade der Stein der Weisen, aber sowas theoretisch zu wissen und es wirklich zu verinnerlichen und zu beherzigen sind eben doch noch zwei verschiedene Paar Schuhe. Vielleicht wird Klein-Henning ja doch noch mal erwachsen.

So, für's Erste soll's das wieder gewesen sein. Vielleicht demnächst ja wieder mehr.
26.9.07 22:04


Ich bin ja in gewisser Weise der Meinung, daß sich alles im Leben und in der Welt in einer Art Gleichgewicht befindet und auch befinden muß. Vorgestern hatte ich grade eine interessante Diskussion über die Werte Gut und Böse, woher sie kommen und ob es das eine ohne das andere geben kann. Diese Diskussion könnte man auch über Glück und Unglück führen. Kann es das eine ohne das andere geben? Ich bin der festen Überzeugung, daß man wahres Glück nur dann erleben kann und wirklich zu schätzen weiß, wenn man auch das Unglück erlebt hat. Nur dann kann man sich wirklich über etwas freuen und etwas schönes wirklich schätzen und genießen. Die Frage, die sich mir gestern Abend gestellt hat, ist aber: Ist das umgekehrt genauso? Muß man das Glück erlebt haben, um auch wahres Unglück zu erleben? Kann es einem in einer gewissen Hinsicht schlecht gehen, ohne daß es einem vorher gut gegangen ist? Ich fürchte, die Antwort darauf ist "ja". Irgendwie ist das ungerecht. Aber vermutlich liegt das nur daran, daß ich für negatives generell empfänglicher bin.
25.10.06 14:11


Kleiner Nachtrag noch zu meinem letzten Eintrag bezüglich öffentlicher Sexualität: Zusätzliches Problem ist meiner Ansicht noch der immer stärkere sexuelle Leistungsdruck. Erfolgreiche, "tolle" Menschen haben oft und viel Sex, sind unwiderstehlich und natürlich klasse im Bett. Mit der zunehmenden Aufklärung steigen auch die Ansprüche - vor allem die an sich selbst. Und schon kann man gar nicht mehr genießen, was schön sollte, sondern sorgt sich ständig darum, ob man auch alles richtig macht oder wie gut man gerade ist. Vielleicht erlebe ich ja noch den großen Knall und den Rückwärtsgang, den ich prognostiziere, vielleicht hab ich aber auch einfach nur falsche Vorstellungen.

Am Wochenende war ich also bei Anne und Karl auf der Hochzeit. Trotz der organisatorischen Hürden war es insgesamt echt nett, es ist einfach schön, den beiden zuzusehen, wie sie sich freuen, das können sie beide echt gut. Bei den beiden bin ich mir auch sicher, daß das hält. Fast ein bißchen beneidenswert... Aber es ist auch klar, daß derartiges nicht mein Weg ist. Erstaunlicherweise war ich sogar mal mit mir zufrieden, nämlich bei der Auswahl des Geschenks. Die selbstgebastelte Magic-Karte kam auch gut an. Wenn ich doch nur häufiger mal solche Einfälle hätte.

Interessantestes Zitat des Wochenendes: "Such dir 'ne Frau! 'Ne Frau ist gut für 'nen Mann, und 'n Mann ist gut für 'ne Frau!"

Achja, und merken: Besser schauspielern lernen!
24.9.06 23:48


Wow, ein Eintrag! Mal schaun, ob sich das wieder häuft.

Ich hab ja neulich mal wieder darüber nachgedacht, daß irgendwann bestimmt der große sexuelle Knall kommt und es eine große Rückwärtsbewegung zur derzeitigen Offenheit geben wird. Man kann ja praktisch nirgendwo mehr hinsehen, ohne eine leicht- oder gar nicht bekleidete junge Dame zu sehen, und Männer achten auch mehr und mehr auf ihr äußeres. Gestylte junge Männer werden von Mode und Werbung als Sexobjekte entdeckt, und zumindest kommt es mir so vor, als würden junge Frauen mehr und mehr darauf anspringen (wenngleich natürlich nicht so extrem wie andersrum; es ist nun mal so, daß Männer wesentlich schneller auf optische Reize reagieren als Frauen). Hinzu kommen noch Talkshows, in denen über jede sexuelle Neigung gesprochen wird, und natürlich das Dr-Sommer-Team. Diese sexuelle Reizüberflutung wird, denke ich, irgendwann in einer gewaltigen Rückwärtsbewegung kulminieren, die Menschen werden wieder geschlossener werden und Sexualität stärker aus der Öffentlichkeit heraushalten und wieder verstärkt ins Private verlagern. Ich denke nämlich, daß die Menschen sich langfristig nur so den Spaß am Sex bewahren können. Es gibt ja Untersuchungen, die besagen, daß männliche Spermien heute deutlich weniger fruchtbar sind als noch vor einigen Jahrzehnten. Das hat sicher auch mit der erhöhten Anzahl an Umweltgiften zu tun, aber sicher auch mit der angesprochenen Reizüberflutung. In Amerika gibt es ja schon Bewegungen, die zurück zur Jungfräulichkeit vor der Ehe gehen. Ob sich das wieder in weiten Teilen der Bevölkerung durchsetzt, wage ich zwar zu bezweifeln, aber ich denke schon, daß es nicht alles so offen bleiben wird, wie es heute ist.

Interessant finde ich auch, wie sich optische Ideale im Laufe der Zeit wandeln. In den 60ern war Sean Connery mit seiner behaarten Brust DAS Sexsymbol schlechthin, heute ist das männliche Schönheitsideal komplett haarlos. Bei Frauen stelle ich in letzter Zeit einen Trend zu schmaleren, extrem schlanken Frauen fast ohne Rundungen fest, wie z.B. Kate Moss, aber auch Keira Knightley und Victoria Beckham. Die übertreiben es ja dermaßen, daß ihre Kleidergröße eigentlich für Kinder gedacht ist... Immerhin mehren sich da auch die kritischen Stimmen, daß hier zu krasse, gesundheitsgefährdende Ideale vorgelebt werden. Hoffentlich ändert sich das auch wieder...

Zum Thema Kleidergröße fällt mir da auch noch was amüsantes ein, was ich mal in einem Otto-Katalog gelesen habe. Da gab es nämlich eine Tabelle mit Größen für Kinderkleidung, und da stand bei den Maßen "Poumfang (bei Mädchen: Hüftumfang)". Was soll einem das jetzt sagen? Daß Mädchen keinen Hintern haben? Oder daß selbst das Wort "Po" im Zusammenhang mit Mädchen einen sexuellen und damit automatisch diskriminierenden Unterton hat? Ich fand das auf alle Fälle sehr seltsam, und es hat mir wieder gezeigt, daß die Emanzipation in manchen Dingen einfach zu weit gegangen ist. Siehe auch die Frauenquote oder spezielle Veranstaltungen (und seien es Magic- oder Poker-Turniere) nur für Frauen. Dadurch kommen ganz böse Ressentiments zustande, so dürfen sich Frauen im Job anhören, daß sie ihre Position ja nur bekommen haben, weil sie eine Frau sind, was ihnen ihre Kompetenzen abspricht, und derartige Sportveranstaltungen werden müde belächelt, weil Frauen ja offensichtlich nicht gut genug sind, um mit Männern mitzuhalten. Traurig.
19.9.06 15:08


Nun schreib ich also doch wieder etwas hier hinein, ohne eigentlich so recht zu wissen, was und warum. Jemand hat mir vor ein paar Tagen gesagt, daß sie sich weniger sorgen und mehr leben will - ein guter Vorsatz, den ich vielleicht auch mal irgendwie beherzigen sollte, auch wenn ich mir im Moment nicht wirklich vorstellen kann, das irgendwie auf die Reihe zu kriegen.

Nächste Woche sind Hamburger Magic-Meisterschaften, und ich weiß seit gestern zumindest schon mal, welches Deck ich nicht spielen werde. Auf die Frage, wie das Deck denn 2 Leute in England qu'en konnte, wußte Lorenz immerhin die gute Antwort: "Die Britten sind halt Fritten!"

Außerdem ist nächste Woche ja noch so ein widerlicher, blöder Tag. Ich weiß immer noch nicht, was ich mir wünschen soll. Am liebsten würde ich den Tag ja eh komplett aus dem Kalender streichen, aber das übersteigt eindeutig meine Fähigkeiten. Naja, kann man ja eh nicht ändern, muß ich also wohl oder übel akzeptieren.

Es gab im DM-Forum den Vorschlag, mal ein Dungeon zu bauen, das Sprachsamples beinhaltet. Sollte das tatsächlich vonstatten gehen (was ich kaum glaube), habe ich mal angeboten, einen Conan-ähnlichen Charakter zu sprechen, den Ahnuld-Akzent sollte ich ganz gut hinbekommen.

Juhu, Verwandtschaft, die man seit 20 Jahren nicht gesehen hat... Naja, zum Glück kommt sowas ja nicht oft vor und ich kann mich dann immer ganz gut davonmogeln... Hab echt keinerlei Bezug zu jedem Familienmitglied, was über Eltern, Geschwister und Nichte hinausgeht - und zu denen anscheinend auch nicht mal unbedingt.

Ich merk immer wieder, daß ich mich selbst gar nicht richtig kenne. Leute bescheinigen mir Charakterzüge, die ich nie an mir feststellen würde, und zu vielen Sachen hab ich überhaupt gar keine Meinung. Schon seltsam, sowas sollte man doch 15 Jahre früher erleben...
3.6.06 18:33


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